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  • Erfolgreiche Veranstaltung „Glückstadt statt Knaststadt“

    Erfolgreiche Veranstaltung „Glückstadt statt Knaststadt“

    Am Dienstag gab es in Glückstadt eine Infoveranstaltung zur praktischen Kritik am Abschiebegefängnis und zur praktischen Solidarität mit denjenigen, die nach den Plänen der Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen ab kommendem Jahr bis zu 18 Monate inhaftiert und abgeschoben werden sollen.

    Veranstaltung am 22.09. in Glückstadt

    Zur Veranstaltung kamen etwa 20 Interessiere. Neben Infos zum aktuellen Stand des Abschiebegefängnis in Glückstadt gab es eine Einführung von Frank Gockel, von der Initiative „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. „. Frank berichtete von der hundertjährigen Geschichte der Abschiebehaft, die auf Antisemitismus fusst und in den Deportationen von Juden und Jüd*innen im NS gipfelte. Nach Informationen zur sowie aktuellen Praxis in Abschiebegefängnissen und den Haftbedingungen der Gefangenen gab er Erfahrungsberichte und Einschätzungen aus der Unterstützung von Menschen in Abschiebehaft weiter.

    Frank Gockel wies daraufhin, dass gerade der juristische Beistand, ob durch Laien als „Person des Vertrauens“ oder durch Rechtsanwält*innen, ein wichtiger Ansatz in der Unterstützung von Abschiebehäftlingen ist. Denn nach Zahlen von Rechtsanwalt Pfahlbusch ist mindestens die Hälfte der Inhaftierten zu Unrecht in Abschiebehaft. Solidarische Menschen können neben dem Kontakt mit den Gefangenen, durch Besuche oder Briefe, auch auf Missstände hinweisen, eine Öffentlichkeit ansprechen und politischen Druck erzeugen.

    Infotisch in Glückstadt

    Emza Jurtovic, Sprecherin der Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“, resümiert: „Menschen vor Ort können die Isolation der Inhaftierten aufbrechen. Abschiebehaft ist per se Unrecht, schließlich haben die Menschen nichts verbrochen. Abschiebehaft ist ein tödliches Schwert der hiesigen Migrationspolitik, genauso wie das Sterbenlassen im Mittelmeer. Wir wollen keine Abschiebehaft. Nicht in Glückstadt und nicht anderswo!“

    Spontan Besuch vor der Knastbaustelle

  • Broschüre „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo“ erscheint!

    Broschüre „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo“ erscheint!

    Wir haben in den letzten Monaten an einer Broschüre zum geplanten Abschiebegefängnis in Glückstadt (SH) gearbeitet. Nun ist sie fertig!

    Die online-Version könnt ihr hier runterladen, die Print-Version die Print Version ist auf Anfrage erhältlich.
    Kontakt
    Mit dieser Broschüre wollen wir aufzeigen, was wir gemeinsam tun können, um Menschen in Abschiebehaft zu unterstützen. Die Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo“ wird getragen von einem Bündnis aus flüchtingssolidarischen und antirassistischen Gruppen sowie Initiativen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Wir lehnen Abschiebungen und Abschiebehaft von geflüchteten Menschen grundlegend ab!

    Die Broschüre beginnt mit der Historie der Abschiebehaft in Deutschland, die eng mit dem Antisemitismus verbunden ist. Zwei Interviews geben euch einen direkten Einblick, was es als politischer Aktivist bedeutet, in Abschiebehaft zu sitzen, und wie eine regelmäßige Unterstützungsarbeit für Menschen in Haft aussehen kann.  Außerdem schildern die Schleswig-Holsteinischen und Hamburger Kampagnengruppen den (bisherigen) Umgang mit Abschiebehaft in den jeweiligen Bundesländern.

    Natürlich findet ihr auch einen aktuellen Stand zum geplanten Abschiebegefängnis in Glückstadt, das von Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam genutzt werden soll. Das Gefängnis wird voraussichtlich Anfang 2021 eröffnet. Es ist geplant die Broschüre dann nochmal aktuell aufzulegen.

    Bei Fragen oder Feedback, nehmt gern Kontakt mit uns auf!

    Wir danken den Rosa Luxemburg Stiftungen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie der Roten Hilfe Ortsgruppe Kiel für die Unterstützung!